[P9]    Wie klingt unsere Stadt?

Projekt der Medienpädagogik, Inklusion und Klangkunst

 

Der Pilot startet in Itzehoe, findet seine Fortsetzung in Meldorf und landet in Nordfriesland – so der Fahrplan. Ziel ist es, mit SchülerInnen in Schleswig-Holstein "Hörfilme" / “Akustische Szenarien” für Blinde und Sehbeeinträchtigte zu erstellen, um sich ein Bild von unserer Umgebung aus dokumentierten und gestalteten Klängen zu machen – aber auch einen Beitrag zur engagierten Außendarstellung (dokumentarisch wie künstlerisch) einer Stadt in ländlicher Region zu leisten. Ergebnisse sind u.a. akustische "Denkmäler", auditive Klangpfade und künstlerische Klangerzeugnisse (SoundScapes) - "Hörfilme" nicht nur für Blinde: Stadt neu erleben. Teilnehmer sind SchülerInnen der sogenannten Kulturschulen, der Blindenverband in SH, der Offene Kanal Westküste. Die künstlerische Begleitung liegt jetzt in Händen von Clemens Endreß, einem Geräuschemacher (Foley Artist), der u.a. für die Sounds im mehrfach ausgezeichneten Kurzfilm "Hochbrücke Brunsbüttel" verantwortlich war.

Methodisch ist die Unternehmung als Projekt der Klangkunst, Medienpädagogik und Inklusion angelegt. Hierbei können ebenso Hörspiele inszeniert wie auch klingende Land- bzw. Stadtkarten erzeugt werden. In jedem Fall wird eingeschränkt Sehenden und Blinden ein Angebot unterbreitet, sich akustisch ein Bild der Stadt zu machen – und medienpädagogisch Kindern und Jugendlichen in konzentrierter Wahrnehmung der eigenen Umgebung die bewusste Anwendung moderner Medien vermittelt – und nicht zu vergessen: auch künstlerisch der verantwortungsvolle Umgang mit Beeinträchtigung gelebt.  Die Presse belegt das Projekt mit dem  Attribut "Vorbildlich".  Wir freuen uns - über das starke Projektteam in Itzehoe in medienpädagogischer Leitung von Dr. Matthias Rheinländer (KKS) und darüber, dass unser Landrat Torsten Wendt die Schirmherrschaft für dieses in vielerlei Hinsicht spannende Projekt übernommen hat. 

 

„Schirmherr für ein Klangprojekt zu sein – das ist ein bisschen so, als ob ich die Klänge unter meinen Schutz nehmen darf“, meint Landrat Torsten Wendt. „Ein Klang ist viel mehr als ein Ton oder ein Schallereignis. Wie nehme ich meine Umwelt, meinen Alltag akustisch wahr? Wie ist es, mit den Ohren auf Spurensuche zu gehen? Welche Klangfarbe hat vermeintliche Stille? Ein tolles Projekt, das bestimmt viel Anklang finden wird und bei dem die Beteiligten hoffentlich im Einklang miteinander unterschiedlichste Klangbilder entdecken und vielfältige Wohlklänge erleben.“

ProjektStart mit erstem WorkShop

       

Mit einem vierstündigen Workshop am 3. Februar ist das Projekt eröffnet worden. Jetzt folgt die Feldphase mit zahlreichen Exkursionen durch die Stadt. Die Routen sind gemeinsam auf dem Workshop festgelegt worden. Also bitte nicht irritiert sein, wenn in der nächsten Zeit junge Wilde immer wieder an allen möglich Ecken und Enden unserer Stadt mit allerlei Aufnahmegedöns die Störstadt "aufmischen". Und was noch nicht klingt, wird zum Klingen gebracht ... Es geht jetzt darum, ganz viel Geräuschvolles für das Projektarchiv einzufangen.

Die ProjektTeilnehmer            

 

• SchülerInnen der Kaiser-Karl-Schule Itzehoe, der Steinburgschule sowie Sehbeeinträchtigte und Blinde

• Projektträger # K9 Koordination für regionale Kultur

• Beratung # Dietrich Haeberlein, Beauftragter des Kreises Steinburg für Menschen mit Behinderung

• Medienpädagogische Leitung # Dr. Matthias Rheinländer

• Blindenverband SH # Karl-Friedrich Steltmann

• Offener Kanal Westküste # Andreas Guballa   

• Künstlerische Begleitung  # Clemens Endreß (Foley Artist)

SoundPool

 

Ein weiterer WorkShop Ende April wertet dann den bis dahin erstellten SoundPool mit Klängen aus Itzehoe aus und bereitet inhaltlich die Kompostion einer "Sinfonie der Stadt" für die Postproduktion auf. Während der öffentlichen Abschlußveranstaltung am 23. Juni in der KKS wird die gemeinsam erstellte CD und Dokumentation vorgestellt und wir wissen endlich, wie Itzehoe klingt und klingen kann. Danach geht es gleich weiter in die Kreisstädte Dithmarschens und Nordfrieslands. Wenn alles gut geht, ist dann im nächsten Jahr erstmals ein echter Dreiklang der Westküste (Itzehoe-Heide-Husum) zu erleben.

 

... weiter geht's ...

... mit dem 2. WorkShop : Postproduktion und Verwertung

In der Woche nach den Osterferien startete das Projekt mit dem 2. WorkShop zur Postproduktion und Verwertung für den 10. Jahrgang in die 2. Halbzeit der "Stadtklänge".  Die "Lütten" vom 7. Jahrgang nehmen die "Puzzle-Arbeit" ihrer Klangdokus eine Woche später wieder auf.

Der WorkShop hat erstmals die von Apple gestellten 5 vollständigen Computer-Arbeitsplätze mit dem Abelton-Programm für die Soundbearbeitung präsentiert. Im Einzelnen ging es um

• die Vorstellung und Verteilung der Arbeitsplätze

• die Einführung in die Anwendung des Programmes Ableton

• Beispiele aus den Exkursionen mit diversen Test-Anwendungen

• die Weiterentwicklung des Klangpfad-Konzepts

• die Festlegung von Gestaltungsmerkmale

• erste Einzelarbeiten an den Rechnern und Präsentation erster Arbeitsergebnisse

Auch der Projekt-Schirmherr, Landrat Torsten Wendt, und die Schulleiterin der SteinburgSchule, Frau Maren Lutz, ließen es sich nicht nehmen, ihren Besuch dem technischen WorkShop in der KKS abzustatten. Hier konnten dann u.a. bereits Gespräche und Interviews für die selbst konzipierte einstündige Sendung der Schüler beim Offenen Kanal Westküste in Heide zum Projektende im Juni geführt werden.

Das zur Bearbeitung anstehende Material aus dem SoundPool stammt aus den Exkursionen unserer Feldphase in Februar / März 2016. Erste Angaben in nachfolgender Übersicht. Die anstehenden Montage stehen jetzt komplett im Zeichen der Weiterverarbeitung der SoundScapes und Gestaltung der abschließenden Tonträger. Die Präsentation findet am 23. Juni in der Aula der KKS statt.  

SoundPool aus Feldphase - Übersicht

Wir sind auf der Zielgeraden: Abschlussveranstaltung zum Projekt mit Buch- und CD-Präsentation am 23. Juni 2016 um 16 Uhr in der KKS-Aula - natürlich ohne Eintritt!

 

Fertig

 

Nach einem halben Jahr "Stadterforschung" und anschließender Klangbearbeitung ist sie endlich fertig: Unsere Dokumentation des Projekts und die CD mit 13 SoundScapes aus Itzehoe. Jeden Montag und Freitag - und manchmal auch noch dazwischen - haben sich die Akteure getroffen, um gemeinsam einen ganz anderen Zugang zur Stadt zu entwickeln. - Denken wir heute an unsere Kreisstadt, hören wir deren Bilder und sehen ihre Klänge.

CD und Dokumentation werden kostenfrei abgegeben - u.a. auf der Abschlussveranstaltung am 23. Juni um 16 Uhr in der Aula der Kaiser-Karl-Schule in Itzehoe.

Inhalt

1 - Das Projekt • Einstimmung  S. 7 • Grußworte  S.9 • Der Sound der Stadt  S. 11 • Klangumwelten  S. 13 •• 2 - Medienpädagogik • Sinfonie der Stadt  S. 16 • Lupe für die Ohren  S. 17 • WorkShop 1  S. 19 • Tipps-Tipps-Tipps  S. 23 • Einführung in die Technik  S. 25 •• 3 - Feldphase  • Route hörenswerter Orte  S. 29 • Materialsichtung  S. 32 • Aufnahmeprotokoll  S. 33 •• 4 - Klangkunst • WorkShop 2  S. 35 • Von der Schönheit alltäglicher Geräusche S. 37  • Postproduktion  S. 39 • PostProduktionsPoesie  S. 41 • CD und Radio  S. 43 •• 5 - Inklusion • Von- und miteinander lernen  S. 45 • StadtKlang Steinburg-Schule  S. 46 • Nicht nur dabei sein - selbst gestalten  S. 47 • Für ein Blindenleitsystem  S. 48 •• 6 - Es macht Spaß, das Unmögliche zu wagen  •  Schülerstimmen 10. Jahrgang  S. 50 • Schülerstimmen 7. Jahrgang  S. 55 •• 7 - Nachklänge  • Fazit  S. 57 • Dank  S. 58 • Tracklist S. 59

Auch die Stadtklänge in Meldorf sind jetzt abgeschlossen. CD und umfangreiche Dokumentation liegen vor. Partnerschule in Meldorf ist die Gemeinschaftsschule (GMS).

 

Die Klangroute ist abrufbar im Netz unter www.audioguide.me und www.guidemate.com.

StadtKlänge

Friedrichstadt & Tönning

Nach dieser zweiten Phase in Meldorf leitet die Finalisierung des Dreiklangs der Westküste über nach Nordfriesland. Hier kooperieren wir mit der Eider-Treene-Schule (ETS) in Tönning und deren Außenstelle in Friedrichstadt. Ein Doppelpack also zum Schluss - ein super Finale mit über 40 Schülerinnen und Schülern in zwei Städten und in Beteiligung von sehbeeinträchtigen Akteuren aus dem HusFunk, dem Inklusionsradio in Husum. Alles zu verfolgen auf den Friedrichstadt- und Tönning-Seiten unserer StadtKlang-WebSite www.stadtklang.city.

Unser Projekt wurde als Finalist des bundesweiten  Wettbewerbs MIXED UP nominiert. Wir freuen uns!

MIXED UP Wettbewerb 2016: Die Finalisten stehen fest

53 herausragende Kooperationen von Kultur und Schule haben die Endrunde des von Bundesjugendministerium und BKJ ausgeschriebenen Wettbewerbs erreicht.

 

 

Nominiert als Finalist 2018 für den Länderpreis Schleswig-Holstein im Rahmen des MIXED UP Bundeswettbewerbs für kulturelle Bildungspartnerschaften. Unser Kooperationsprojekt "Dreiklang der Westküste"  ist damit ein "herausragendes Beispiel für eine kulturelle Bildungspartnerschaft, die Teilhabe ermöglicht und attraktive Lern- und Erfahrungsräume für Kinder und Jugendliche schafft", so die Mitteilung der Jury. Ausgelobt ist der Wettbewerb gemeinsam von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Der Länderpreis Schleswig-Holsein wird vergeben vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein.

Besuchen Sie auch unsere Seiten

vom KulturBahnhof - unserem Soziokulturellen Zentrum in Itzehoe:

> www.kuba-viktoria.de <

und vom

Dreiklang der Westküste - Projekt der Medienpädagogik, Klangkunst und Inklusion:

> www.stadtklang.city <

 

Vermittlung von Medien- und Partizipationskompetenz an Schulen durch eigenes Gestalten und Verbreiten von medialen Inhalten: Diese Projektarbeit wendet sich vornehmlich an die Schulen - aber nicht ausschließlich, so sprechen wir auch offene Gruppen und Erwachsene (insbesondere im Inklusionsbereich) an. Es geht um interaktive Radio- und Schularbeit, um die Bereiche Interviews und Exkursionen, um Medienbearbeitung und Techniken der Postproduktion im Studio und an den Rechnern.

Bilanz 4/2017

Kulturknotenpunkt Meldorf/Brunsbüttel

K9 zur Vergabe der Kulturknotenpunkte hier

Enttäuschend - Kulturgelder für VHS: Hier die Knoten-Diskussion auf landesblog.de und hier unser Gastkommentar. - Aktuelle Bilanz zur KulturKnotenarbeit in Meldorf/Brunsbüttel ---> hier!

Koordination für regionale Kultur e.V.
Postfach 1603
25506 Itzehoe

Kontakt

Tel. 04821.9565610 im KulturBahnhof

- nutzen Sie unser Kontaktformular

K9-Downloads hier

Wir sind organisiert und Vorstandsmitglied in der LAG Soziokultur SH e.V.

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