2017

Bilanz: 4/2017

Kulturknotenpunkt Meldorf/Brunsbüttel

Faktizität einer Hohlraumversiegelung

Allerlei los bei den Kulturknotenpunkten - muss man schon sagen. Deshalb nach langer Zeit jetzt eine neue Bilanz. Erst einmal den Steinburgern zur Info: Unser Kreis ist aus der Namensgebung raus. Nicht weiter schlimm, war sowieso nur leeres Versprechen. Der so kontrovers diskutierte "Kulturknotenpunkt Dithmarschen-Steinburg" beschränkt sich jetzt in seiner Namensgebung nur noch auf Meldorf/Brunsbüttel. War die Idee des Landeskulturverbands, in dessen Hände die übergeordnete Kulturknotenpunktarbeit gelegt wurde - und ist auch ehrlicher, bekanntlich stellt ja die VHS dort und dort den alleinigen Stützpunkt dieses Knotens. Nur wirklich Neues kommt dennoch nicht heraus - ein weiterer Newsletter mit Terminankündigungen ist kein wirklicher Auswuchs an Kreativität und wird wahrscheinlich auch gar nicht gebraucht.

Sagen wir es gerade heraus: Der Förderversuch von Kultur im suboptimalen VHS-Anzug - wenigstens in unserem Kreis - wird noch immer nicht seines Betreuungsbedarfs befreit - vielmehr unterstreicht auch die abermalige Hilfestellung durch den LKV nicht mehr als die Faktizität einer Hohlraumversiegelung. Die Marginalisierung der regionalen Kultur durch diesen VHS-Knoten wird nicht gestoppt. Seit über zwei Jahren des Übens dilettiert die Meldorfer VHS-Knotenausgabe weiter vor sich hin, hat mit den Brunsbütteler Kollegen zusammen bereits an die  50.000 € Kulturgelder verbrannt für rein gar nichts - oder bestenfalls für eine Doppelstruktur, die niemand braucht. Und welch Schreck, weitere 50.000 € stehen noch an.  Wirklich ein Skandal bei dem bekannt niedrigen Gegenwert, den die regionale Kulturentwicklung dafür tatsächlich erhält. Bitte nicht mehr die Augen verschließen. Versuchen wir die Effekte an den ursprünglichen Forderungen für das Hochamt aus Kiel/Rendsburg zu messen, fällt's wie Schuppen von den Augen: Von 9 bzw. 10 Anforderungen wird nicht ein einziges Kriterium von den Kollegen jenseits des Kanals adäquat erfüllt.  Nachfolgende Tabelle bildet quasi die Arbeitsplatzbeschreibung für den Kulturknotenpunkt Meldorf/Brunsbüttel ab - in Anspruch und Wirklichkeit.

 

 

Flyer LKV + MJKE Web

Kriterien Ausschreibungen

VHS-Effekte

01

Anbieter und ihre Angebote vor Ort und in der Region vernetzen

Vernetzung der Einrichtungen und Angebote vor Ort / in der Region

0,00

02

Besuch- und Nutzungszahlen von Kultureinrichtungen durch Cross-Over-Angebote steigern

Erhöhung der Besucher- und Nutzerzahlen von Kultureinrichtungen durch

Cross-Over-Angebote

0 : audience development

was das denn?

03

Marketing von Kultureinrichtungen unterstützen

Unterstützung des Marketings von Kultureinrichtungen

0 : ideenlos Komplettausfall

04

Kooperationsprozesse anstoßen und  moderieren

 

Initiierung und Moderation von Kooperationsprozessen

0 : unerhört

05

Fortbildungsangebote vermitteln

 

Beratung von Kultureinrichtungen und Vermittlung von Fortbildungsangeboten

0 : ein Hauch von Nichts

06

Beratung zu Projekten und Fördermöglichkeiten anbieten

Beratung und Information bei Projekten und über Fördermöglichkeiten

0 : keine Ahnung

07

Ein Netzwerk zwischen Kultur– und Bildungspartnern fördern

Förderung der Vernetzung mit Bildungseinrichtungen

0 : mir san mir VHS

08

Programmplanung rechtzeitig absprechen, um Doppelangebote zu vermeiden und Synergien zu nutzen

Absprachen bei der Programmplanung, um Doppelangebote zu vermeiden und

Synergien zu nutzen

0 : ideenlos Komplettausfall

09

Informations- und Wissensmanagement

 

Informations- und Wissensmanagement zu Fragen von Kulturentwicklung, -förderung, -management und neuen Ideen

0 : keine Ideen

Komplettausfall

10

_

Vermittlung von Rest-Karten an sozial Benachteiligte

0 : niente

2015

Der Kuchen ist verteilt

Kulturgelder an Volkshochschulen

Die Entscheidung zu den ersten beiden KulturKnotenPunkten in Schleswig-Holstein ist gefallen. Es sollte ein großer Wurf für die Kultur im ländlichen Raum werden. Heraus kam die nüchterne Entzauberung kulturpolitischer Versprechungen: Volkshochschulen sollen die Kultur jetzt richten. Ein für die regionale Kultur gedachter neuer Förderansatz wird als Zuschussprogramm für Volkshochschulen instrumentalisiert. So geht Politik.

 

Die schon früh pro­gnos­ti­zierte und jetzt in die Tat umge­setzte Vergabepraxis zuun­guns­ten der sich in bei­den Regionen bewor­be­nen Kulturschaffenden und Netzwerker ist als Politikum zu wer­ten und liest sich fast schon wie eine Erfüllungsmaßnahme aus dem Werkbuch zum Projekt „VHS 2020 zur „betei­li­gungs­ori­en­tier­ten Strategie– und Strukturentwicklung der schleswig-​​holsteinischen Volkshochschulen” (ja, das gibt es wirk­lich). Den Volkshochschulen geht es näm­lich nicht über­all gut. Die dro­hende Insolvenz der VHS in der Kreisstadt Itzehoe beispielsweise konnte gerade noch abge­wen­det wer­den. In die­sem Licht erschei­nen Zusatzeinnahmen aus der Kulturförderung durch­aus gele­gen.

K9 hat sich geäußert zur KulturKnotenVergabe in den Medien unserer Region bis nach Kiel und Hamburg. Ein Ausschnitt der aktuellen Diskussion ist auf dem Landesblog Schleswig-Holstein zu verfolgen - der Link hierzu am Seitenrand links.

 

Wir erachten die Entscheidung des Landesministeriums zur Vergabe der KulturKnoten an Volkshochschulen und die Nichtberücksichtigung der Kulturschaffenden in der Region als problematisch. Dieser Weg ist geleitet von konventioneller, starrer Form und lässt jeden Mut für neue Perspektiven vermissen.

 

Dennoch wünschen wir den an sich geschätzten VHS-Akteuren viel Kraft und Bereitschaft für ihre kulturelle Bildung als Herausforderung für den politisch gewollten Prozess..

Bedenken

Beide KulturKnotenPunkte sind vergeben worden an Mitgliedseinrichtungen des Landesverbandes der Volkshochschulen Schleswig-Holstein. Kulturschaffende und Kulturnetzwerker unter den Bewerbern der Kreise Dithmarschen, Steinburg, Nordfriesland und Nordschleswig blieben unberücksichtigt. In unserer Region soll der Dienstleistungsverein für die einzelnen Volkshochschulen Dithmarschens jetzt die Interessen der Kreativen bündeln und vermarkten und sich als Motor der kulturellen Entwicklung in der Region etablieren. Hier sind Bedenken und Sorge angebracht, führt doch dieser Weg an den Erwartungen zahlreicher Kulturschaffender, Kulturvereine und Kulturinstitutionen in der Region vorbei. Kritisch zudem, sollte die im KulturDialog des Landes den Kulturschaffenden zugedachte und knapp bemessene Ressource jetzt tatsächlich verbraucht werden durch eine Fördermaßnahme für Bildungseinrichtungen - aufgeteilt zwischen dem Verein der Volkshochschulen für die Koordination und der VHS Brunsbüttel für das operative Geschäft. Ist das die gewünschte Innovation für die Kultur im ländlichen Raum?

Bildung von Kultur

Ein Großteil der Kulturschaffenden fühlt sich nicht gut aufgehoben bei den Volkshochschulen, sieht deren gesellschaftlichen Aufgaben an ganz anderer Stelle, möchte sich auch nicht im Portfolio unter „Kultur+Gestalten” wiederfinden und ist sehr besorgt, die eigenen Kompetenzfelder fortan durch die Volkshochschulen als KulturKnoten besetzt zu wissen.  Hierdurch ist dem Risiko einer Trivialisierung der Kultur Tür und Tor geöffnet. Volkshochschulen können Erwachsenen-Bildung. Dafür sind sie erdacht. Aber können Volkshochschulen auch Kultur? Kultur aus dem Geist und Anspruch der Kulturschaffenden in der Region?

 

Der Qualitätsgarant für die Bildung von Kultur in der Region ist die Kultur- und Kreativszene selbst. In deren Kultureinrichtungen gehören die KulturKnoten, unter Einbeziehung der regionalen Kulturschaffenden und nicht in eine Volkshochschule.

Internationaler Kulturaustausch:

Wir packen Itzehoe wieder auf die Karte

 

In einem aufwendigen Auswahlverfahren wurde durch eine unabhängige Jury der KulturBahnhof Viktoria in Itzehoe als erste und einzige Einrichtung in Schleswig-Holstein für das aktuelle Fortbildungs- und Stipendienprogramm START ausgewählt. START ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung, das in Kooperation mit dem Goethe-Institut Thessaloniki und der Bundesvereinigung Soziokulturellen Zentren e.V.

24. + 25. August 2017, 13-19 Uhr, Alter: 6-16 Jahren , Teilnahme kostenlos

Jugenderlebnisradio

im KulturBahnhof Viktoria in Itzehoe, Bahnhofstr. 32 (Außenstudio des Offenen Kanals Westküste)

Radio ist langweilig, eintönig und spricht dich überhaupt nicht an? Das muss nicht so bleiben. Wie du deine Radiosendung mit deinen eigenen Themen, deiner eigenen Musik, mit deiner eigenen Kreativität füllst, ist Thema dieses Workshops.  Die fertig produzierte Sendung wird anschließend auf WestküsteFM (Offener Kanal Westküste) ausgestrahlt. Sichere dir deinen Platz und melde dich schnell an unter

info@okwestkueste.de

radio@kuba-viktoria.de

Tel. 04821.9565610 + 0481.3333

1 Jahr Kuba-Viktoria
KuBa 2016:17.pdf
PDF-Dokument [1.5 MB]

StadtKlang Itzehoe: Wie klingt unsere Stadt

Projekt der Medienpädagogik, Klangkunst und Inklusion

 

Nachdruck der Dokumentation: Durch engagierte wie großzügige Beteiligungen der Kulturstiftung Itzehoe sowie aus Kreis und Stadt ist der Nachdruck der StadtKlang-Doku möglich geworden. Die Erstauflage war schnell nach Projektende bereits vergriffen. Die Neuauflage liegt ab 19. Juni 2017 vor und ist u.a. zu beziehen bei der Stadtbücherei Itzehoe sowie beim Touristikbüro. Vielen Dank!

Radio für Itzehoe

StörFrequenz

auf Westküste FM

Sendepläne

Bilanz 4/2017

Kulturknotenpunkt Meldorf/Brunsbüttel

Abi Wallenstein

Am 4. April gab Blues-Urgestein Abi Wallenstein im Rahmen unseres Projekts "Gelbe Musik + Blaue Monde" ab 18 Uhr ein Konzert (kostenfrei) in den Räumlichkeiten der "Alten Helden" (Altes Soetjehaus, Bahnhofstr. 30) gegenüber dem KulturBahnhof Viktoria - mit gemeinsamer "AutogrammKarte"!

Besuch der Ministerin

Informieren wollte sich unsere Kulturministerin Anke Spoorendonk über die nachhaltige Soziokultur im KulturBahnhof Itzehoe und stattete samt Entourage unserer "Viktoria" kurzerhand einen Besuch ab. Besonderes Interesse galt den aktuellen Projekten - den StadtKlängen und der regionalen Vernetzung sowie der KulturLoge,  dem Inklusionsprojekt "Gelbe Musik & Blaue Monde", unserer StörFrequenz - Regionale Resonanzen (Radio für Stadt und Kreis) als auch den neuen Gestaltungsideen für einen Kunst-Bahnhof in Wenzel- Hablik-Anmutung. Sehr zu unserer Freude begegnete uns eine Ministerin, die bestens vorbereitet und eingestimmt war auf unser Haus. Wir bedanken uns für so viel unterstützende Worte und Anerkennung für Arbeit und Akteure im KulturBahnhof Viktoria.

Tage der Industriekultur am Wasser (MRH)

 

17. + 18. Juni 2017

Teilnehmer:

(1) Planet Alsen

(2) Kreismuseum Prinzeßhof

(3) Möller-Brücke (Kaaks)

[P9] www.stadtklang.city

Wie klingt unsere Stadt?

Projekt der Medienpädagogik, Klangkunst und Inklusion in Itzehoe

bundesweit für die Endrunde nominiert in der Kategorie "Teilhabe"

Die StörFrequenz Itzehoe (Redaktion und Studio im KulturBahnhof) hat jetzt einen festen Sendeplatz: Jeden Montag von 16-17 Uhr gibt es das Beste aus und über Kultur in Itzehoe. Zu empfangen über den Offenen Kanal Westküste auf UKW 105,2 + 97,6 (Sender Heide) und UKW 98,8 (Sender Husum)als auch online im LiveStream unter www.okwestkueste.de

 

 

 

KulturBahnhof Viktoria

Seit kurzem ist das Bahnhofsgebäude unserer Viktoria in den Adelsstand eines einfachen Denkmals gehoben worden - ganz offiziell und sehr zu unserer Freude, unterstreicht es doch, an welch ausgezeichnetem und geschichtsträchtigen Ort dieser Stadt wir unsere soziokulturelle Arbeit angesiedelt haben: Ein Lob an die ästhetische Bildung in der Störstadt - eIne Auszeichnung auch unserer künftigen Kulturarbeit ...

D i s k u s s i o n

K9 zur Vergabe der Kulturknotenpunkte hier

Enttäuschend - Kulturgelder für VHS: Hier die Knoten-Diskussion auf landesblog.de und hier unser Gastkommentar. - Aktuelle Bilanz zur Knotenarbeit ---> hier!

KupoGe-Diskussion mit K9-Beteiligung: Immaterielles Kulturerbe hier

Situation auf Alsen ... verknarzt und zugenäht - hier der Link zum Pressespiegel und  hier  zu unserem Leserbrief

Erfolgreiche Stadtpolitik - Gängeviertel in Hamburg eröffnet

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Postfach 1603
25506 Itzehoe

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Steinburg, Dithmarschen und Nordfriesland sind unsere Kreise: K|9 arbeitet im echten Norden ... So sieht es hier aus!  Zehnmal überraschend anders.

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Wir sind organisiert und Vorstandsmitglied in der LAG Soziokultur SH e.V.

Kontakt: 04821.2913

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